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Unqualifizierte und fachunkundige Kritik

Erstellt von Angelos Karios | |   Unsere Zeitung

Antwort auf den Leserbrief von Herrn Michel Zenger vom 26. April 2022

Mit Verwunderung haben sowohl der Vorstand als auch der Reporter der Spiele des FCV den Kommentar von Michel Zenger zur Kenntnis genommen. Ich sehe mich als objektiven Journalisten, der in seinen Berichten sowohl Lob als auch Tadel verteilt und sicherlich nicht die Spiele des FCV mit der rosa-roten Brille betrachtet. Feststeht, dass in besagtem Spiel FCV - FC Greifensee die Leistung auch nach Meinung der anwesenden Zuschauer unterirdisch war und der FC Volketswil (FCV) aus diesem Grund beim Zürcher Fussballverband Anzeige erstattet hat und darauf hingewiesen hat, dass der betroffene Schiedsrichter in Zukunft keine Spiele des FCV leiten darf. Der FCV spielt nach vielen vergeblichen Anläufen wieder in der 2.Liga und hat als einziges Ziel den Klassenerhalt vor Augen, Fehlentscheidungen könnten am Ende sich negativ auf das Punktekonto auswirken. Herr Michel Zenger zeigt in seinem Bericht auch fachunkundiges Wissen, ein Spiel in der 2.Liga wird mit 25 Akteuren gestartet (22 Spieler + Schiedsrichter und 2 Linienrichter ) im Gegensatz zur 3./4./5. Liga,wo  nur ein Schiedsrichter die Spiele leitet und somit 23 Akteure auf dem Platz stehen. Wer sich weit aus dem Fenster lehnt, der fällt meistens sehr tief. Um sich abschliessend ein dementsprechendes Bild über den Leserbrief des Michel Zenger zu machen, der sollte wissen, dass besagter Herr nach seiner Registrierung als Vereinsmitglied bereits nach 3 Tagen wieder seine Mitgliedschaft gekündigt hat. Kritik, sofern begründet, ist immer zu akzeptieren, nur sollte man das Geschehen auch vor Ort mitverfolgen, um eine eventuelle berechtigte Kritik darstellen zu können.

Angelos Karios

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Kommentare (1)

  • micze@sunrise.ch
    vor 5 Stunden
    Direkt auf den Mann geschossen!
    Das einzige Ziel meiner bewussten und vor allem selbstironischen Ernennung zum Fussballexperten war, eine Reaktion auf meinen Leserbrief über meine Befremdung an der journalistischen Entgleisung von Herr Karios zu provozieren.
    Wie erwartet wurde meine konstruktive Kritik am subjektiven Inhalt dieses Spielberichts beim FCV und seinem Reporter nicht als solche wahrgenommen, sondern als böswillige Kritik und persönlichen Angriff auf die Person interpretiert.
    Die logische Folge führte zu einer, dem Spielbericht analogen und emotional gesteuerten Reaktion, deren einziges Ziel offensichtlich darin besteht, den Kritiker als fussballerischen Fachidioten zu entlarven und ihm so seinen selbstauferlegten Expertenstatus zu entziehen. Dieses Ziel wurde meiner Ansicht vollumfänglich erreicht! Zumindest auf den ersten Blick.
    Denn, wer sich selber als objektiven Journalisten sieht, sollte eigentlich zwingend wissen, was “objektiv“ überhaupt bedeutet und sich dann fragen, ob sowohl besagter Spielbericht wie auch sein Leserbrief tatsächlich "unvoreingenommen, gegenständlich, wirklich, tatsächlich, unabhängig, nicht von Gefühlen und Vorurteilen bestimmt..." sind.
    Ebenfalls zu hinterfragen ist, ob es ein objektiver Reporter nötig hat, seine persönliche, angeblich objektive Beurteilung der Schiedsrichterleistung zu rechtfertigen, indem er den Kritiker folgendermassen zu überzeugen versucht:
    “Feststeht, dass in besagtem Spiel die Leistung auch nach Meinung der anwesenden Zuschauer unterirdisch war“.
    Allerdings geht dabei vergessen, dass man kein Fussballexperte sein muss, oder “das Geschehen vor Ort mit verfolgen sollte“ um zu wissen, dass bei einem Heimspiel die Mehrheit der Zuschauer bezüglich Schiedsrichterbeurteilung gleicher Meinung sind wie die Mitglieder des Heimteams und dessen interner Reporter.
    Als definitiver Beweis meines “fachunkundigen Wissens“ (was auch immer damit gemeint ist) wird exakt und ausführlich erläutert und vorgerechnet, dass eben nicht 23 sondern 25 Akteure auf dem Platz stehen; besten Dank. Aber leider hat sich der Reporter verrechnet! Ein Fussballplatz wird nämlich durch die beiden Tor- und Seitenlinien begrenzt und das Arbeitsumfeld der zwei Linienrichter befindet sich jenseits der Seitenlinie, also ausserhalb des Platzes und desshalb stehen die Linienrichter nicht AUF sondern NEBEN dem Platz; womit meine Rechnung mit dem Resultat 23 wieder aufgeht! Aber das ist alles nur provokative Klugscheisserei und tut genauso wenig zur Sache wie mein unkundiges Fachwissen. Weil im Matchbericht nur der Schiedsrichter angeprangert wurde, während sich die Linienrichter aus der Sicht des Reporters keine nennenswerten Fehler erlaubten, dementsprechend mussten sie auch nicht in meine Kritik am Spielbericht mit einbezogen werden.
    Völlig aus dem Zusammenhang gerissen erweist sich auch das Zitat “Kritik, sofern begründet, ist immer zu akzeptieren, nur sollte man das Geschehen auch vor Ort mitverfolgen, um eine eventuelle berechtigte Kritik darstellen zu können.“ NEIN!
    Denn hier handelt es sich um eine geschriebene Kritik, welche sich nur auf den Inhalt und dessen journalistischen Qualität der bereits veröffentlichen Reportage bezieht! Selbst wenn ich den Ort mit der gleichen Mehrheitsmeinung über die Leistung des Schiedsrichters verlassen hätte, meine Kritik über den subjektiven Inhalt dieses journalistischen Tieffliegers wäre genau gleich ausgefallen; egal ob der Verfasser nun Müller, Rossi, Salic oder Karios heisst!

    Jetzt lehne ich mich sehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass ein selbsternannter “objektiver Journalist“ auch ein seriöser, wahrheitsgetreuer und unvoreingenommener Journalist sein muss! Welcher zum Beispiel den Lesern seine Recherchen über eine bestimmte Person vollständig übermittelt und bei einem offensichtlich ungewöhnlichen Ereignis lieber nochmals genauer hinschaut und hinterfragt, bevor er eine Animosität in die Welt setzt, welche in keinster Weise mit dem eigentlichen Thema zu tun hat und somit nur ein Ziel verfolgt: sich selber auf Kosten eines Andern zum Matchwinner zu erklären und den Lesern ein dementsprechend negatives Bild über den Andern zu vermitteln. Und so sehe ich mich genötigt, mit einem subtilen Steilpass den Ball zurück zu spielen - in der Hoffnung, Herr Karios ist fit genug, diesen auch zu erreichen: “Wer sich weit aus dem Fenster lehnt, der fällt meistens sehr tief“ – und wer ohne weiteres Hintergrundwissen Halbwahrheiten veröffentlicht, fällt noch tiefer! Aber am tiefsten fällt ein selbsternannter “objektiver Journalist“, wenn er die ganze Wahrheit kennt, diese aber aus Eigennutzt unterschlägt! Darum, rein informativ und zur Kenntnisnahme: Nachdem ich 2007 und nach acht Jahren treuer FCV Vereinsmitgliedschaft meine Fussballschuhe definitiv an den Nagel gehängt habe, war ich doch ziemlich erstaunt, als ich vor ein paar Tagen vom FCV über diese Zeitung von meinem dreitägigen Comeback informiert wurde. Und sollte dieses offensichtliche Versehen oder Missverständnis im Spätsommer 2013 stattgefunden haben, dann hätte ich oder der damalige E-Junioren Obmann (Verantwortliche, Koordinator, oder wie auch immer dieser Job heute genannt wird) dieses schon vorgängig erklären können! Und so erhebe ich nun Anspruch, eine selbsterfundene Weisheit aus der Medienwelt zu verkünden:
    Wer sich als Journalist das Recht nimmt und “in seinen Berichten sowohl Lob als auch Tadel verteilt“ sollte auch in der Lage sein, Tadel (an bisher genau einem einzigen seiner Spielberichte) zu akzeptieren, oder zumindest versuchen zu verstehen, was der Kritiker ihm eigentlich mitteilen wollte. Und wenn er dann immer noch der Meinung ist, er müsse in seiner publizistisch veröffentlichten Antwort direkt auf den Mann spielen, sollte er auch hart genug sein, wenn direkt auf den Mann zurückgeschossen wird! Und dann noch den Mut haben, nochmals Stellung zum soeben gelesenem zu beziehen.

    Michel Zenger, Hegnau
    (Frühpensionierter Möchtegern-Fussballexperte a.D.)