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Konzernverantwortung

Erstellt von Heinz Bertschinger, Gutenswil | |   Unsere Zeitung

Offenbar freut sich das Lokalkomitee über das Feedback einer Standaktion zum Thema Konzernverantwortung. Hiermit sage ich den Initianten klar und deutlich, dass wir in der Schweiz genügend Probleme zu lösen haben, bevor wir uns in die ausländischen Angelegenheiten unserer Unternehmungen einmischen, die uns Arbeitsplätze, Einkommen und Steuereinnahmen sichern.

Die multinationalen Unternehmungen sollen die ausländischen Gesetzt einhalten, das ist klar. Aber es ist nicht unsere Aufgabe, sondern diejenige der lokalen Regierungen dafür zu sorgen, dass dies geschieht. Sofern die lokale Bevölkerung unfähig ist, im eigenen Land für Ordnung zu sorgen, weil sie auf religiöse Fanatiker, Voodoo-Zauberer oder andere Demagogen hereingefallen ist, ist das ihr Problem und durch ihre Institutionen zu lösen. Auch wir Schweizer, erinnern wir uns doch an die Sage von Wilhelm Tell, mussten uns einmal erheben und die französischen Despoten sind erst verschwunden, nachdem sie durch die französische Revolution weggefegt wurden.

Heinz Bertschinger, Gutenswil

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Kommentare (1)

  • w.klee@2wire.ch
    vor 1 Woche
    Geehrter Herr Bertschinger,

    Als Privatperson ist es Ihr gutes Recht , einfach bequemer weise wegzusehen bei Menschenrechtsverletzungen im Ausland, für die Konzerne mit Sitz in der Schweiz eine Mitverantwortung tragen, mit Ihrer fadenscheinigen Rechtfertigung, dass wir in der Schweiz genügend [eigene] Probleme zu lösen haben. Dass die von Ihnen angesprochenen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen durch ein schlechtes Image unseres Landes aufgrund solcher Menschenrechtsverletzungen durch schweizerische juristische Personen im Ausland wahrscheinlich stärker gefährdet sind als durch konsequentes Verpönen im Namen unseres Landes von solcher passiver Mithilfe durch Duldung und verantwortungsloser Missachtung mag Ihnen entgangen und wohl ebenfalls egal sein - das ist Ihr Problem. Indem Sie sich aber erfrechen, jungen engagierten Menschen, die sich wehren gegen solches Unrecht und den besagten, für jeden intelligenten Menschen voraussehbaren negativen Konsequenzen für unser Land klar und deutlich zu sagen, dass sie dieses Engagement missbilligen, reihen Sie persönlich sich ein in die selbst-qualifizierende Gruppe jener, die auch eine Schülerin beleidigen, welche sich bemüht, für uns eine lebendige und lebenswerte und Welt zu erhalten.

    Werner Klee (Kindhausen)