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Kein Geld, keine Ahnung, keine Beziehungen

Erstellt von Toni Spitale | |   Unsere Zeitung

Benjamin Fischer (SVP) will vom 13. Listenplatz aus im Herbst in den Nationalrat einziehen. Am Pfingstsamstag schwörte er seine Freunde und Sympathisanten auf den Wahlkampf ein.

«Jetzt nämemer d’Ärmel ufe und stiged id Hose», mit diesen Worten begrüsste Daniel Bischof, Mitglied des Wahlkampf-Team Fischer, rund 100 Gäste im grossen Saal des Gemeinschaftszentrums in der Au. Dann überliess er das Rednerpult dem Kandidaten, der mit 28 Jahren bereits eine beachtliche Polit-Karriere an den Tag gelegt hat. Im Alter von 16 Jahren trat der der Jungen SVP bei, zwei Jahre später der Ortssektion. 2015 wurde er als jüngstes Mitglied in den Kantonsrat gewählt. Nebst seinem beruflichen Engagement in der Privatwirtschaft präsidiert er aktuell die SVP Volketswil sowie die Junge SVP Schweiz und ist Aktuar bei der Bezirkspartei. Schon 2015 versuchte Fischer, dazumal vom 35. Listenplatz aus, den Sprung nach Bern. «Wir hatten kein Geld, keine Ahnung und keine Beziehungen», erinnerte er sich an das erste Mal zurück. Heuer sei die Ausgangslage etwas einfacher. 12 SVP-Abgeordnete aus dem Kanton Zürich sitzen derzeit im Nationalrat – unter ihnen auch der ehemalige Volketswiler Gemeindepräsident Bruno Walliser. Die Chancen, vom 13. Platz aus gewählt zu werden, seien gross. «Ich trete an um zu gewinnen», stellte Fischer klar. Klar seien auch seine politischen Ziele. Er sei keine Windfahne, seine Kernbotschaft bleibe immer die gleiche.

Ausführlich beleuchtete er die Kernwerte wie Demokratie, Föderalismus und bewaffnete Neutralität. Mit ihrem ausgeklügelten und über Jahrhunderte gereiften System habe die Schweiz weltweit Vorbildcharakter. «Unser Land ist ein Zukunftsmodell», gab sich der junge Familienvater überzeugt. Diese Grundwerte dürfe man auf keinen Fall aufgeben, egal wie gross der Druck sei. Als altersmässig junger Kandidat ist es ihm weiter eine «grosse Herzensangelegenheit», dass sich die Jungen politisch engagieren und innerhalb der Partei gefördert werden. Dabei schlug er einen Bogen zu den Themen, welche für die Jungen derzeit relevant seien. Nebst der Migrationspolitik – «die zunehmende Gewaltbereitschaft auf den Pausenplätzen ist eine Folge davon» - kam auch die Umweltpolitik zur Sprache. «Natürlich müssen wir auf die Umwelt schauen – und das tun wir auch», stellte der Sohn eines Landwirts nüchtern fest. Gleichzeitig warnte er: «Hinter dem sympathischen Grün steckt ein teuflisches Rot, welches unser Erfolgsmodell freie Marktwirtschaft niederreissen will.» Den treibenden Kräften hinter der Klimadebatte gehe es letztendlich darum, eine Art Sozialismus einzuführen. Sie wollten das System und nicht das Klima ändern. Die Antworten auf die Umweltprobleme heissen laut Fischer: Forschung, Innovation und neue Technologien.

Abschliessend appellierte er an das Gemeinwesen dafür zu sorgen, dass die Schweiz auch in 20 Jahren noch unabhängig und neutral ist, dass für die Sicherheit gesorgt ist, dass die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft stimmen, der Staat haushälterisch mit den Finanzen umgeht und dass jede und jeder weiterhin so leben kann, wie sie oder er es für richtig hält.

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