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«Ja» oder «nein» sagen? MeToo? Was unterscheidet schwarz von weiss mit all den vielen Grautönen dazwischen?

Erstellt von Veronika Mensching | |   Unsere Zeitung

Meinungsbildung ist anspruchsvoll. Etwas behaupten kann «jedeR». Doch so wie sich eine Fahne im Wind orientiert, sind es die Fragen des Lebens, welche nach einem eigenen Standpunkt rufen.Was verbindet Ja-Sager:innen mit Nein-Sager:innen oder gar #MeToo? Nein sagen – ohne Angst und schlechtes Gewissen! Wenn «Ja» eigentlich «Nein» sein soll?

Zum Leben brauche ich Sinn. Eine Aufgabe und Freunde. Mit Gleichgesinnten lebt es sich leichter und einfacher. Zugehörigkeit und verbindende Inhalte, ein gemeinsames Thema oder gar eine verbindende Lebensaufgabe schaffen eine gute Basis. Das wurde auch für Ruth Cohn zur Grundlage ihrer Themen zentrierten Interaktion, kurz TZI genannt. Zu Beginn unseres Lebens nehmen wir Zugehörigkeit und verbindende Inhalte als richtig oder normal wahr. Grund zu Zweifel gibt es hoffentlich keine. Je nach Temperament und eigenen Interessen folgt eine Entwicklung und Prägung zu einer eigenen Persönlichkeit. Wir begegnen Persönlichkeiten, Vorbilder? Sind es die Umstände, oder was trage ich selbst zu deren Ausgestaltung bei? Kürzlich ass ich mit einer Freundin Znacht. Sie lud mich ein. Dabei erzählte sie mir von den alltäglichen Fragen, wie kann ihre Tochter lernen, sich aus sich heraus zu entscheiden? Nimmt sie den Wunsch ihrer Freundin oder die Intension der Mutter wahr? Oder steht eine unausgesprochene Erwartung einer Drittperson im Raum? Kann sie den aktuellen Moment wahrnehmen und in sich hineinhorchen? Dabei sind ein vertrauensvoller Austausch über Möglichkeiten, Alternativen, Konsequenzen, aber auch Experimente existenziell, will sich eine Persönlichkeit ohne Angst entwickeln können. Auch in der Kirche gilt es offen zu sein. Sei es als Mitarbeiter:in oder als Gemeindemitglied. Was ist Mode und was sind Meinungen? Gibt es gar einen sogenannten Gruppendruck, dem beteiligte Mitglieder dieser Gruppe unterliegen, wollen diese nicht abseitsstehen?#MeToo. 

Veronika Mensching, Sozialarbeiterin FH, katholische Pfarrei

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