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Für weiteres Wachstum bereit

Erstellt von Toni Spitale | |   News

Mehr Platz für Mitarbeitende und Reserveflächen für Wachstum: VitaFutura hat das ehemalige Arbeitsschulhaus an der Zentralstrasse zum neuen Spitex-Stützpunkt umgebaut. Die Betriebsaufnahme erfolgte Mitte Januar. Die «VoNa» haben einen Augenschein vor Ort genommen.

Von aussen her betrachtet deutet nichts auf einen Umbau hin. Von der Fassade des ehemaligen Arbeitsschulhauses bröckelt das gleiche, mittlerweile etwas blass wirkende Gelb und die Fensterläden sind noch im selben, vergilbten Blau gestrichen. «Wir sanieren die Gebäudehülle erst, nachdem die Bauarbeiten rundherum abgeschlossen sind», erklärt Olaf Toggenburger, Geschäftsführer von VitaFutura. Ein ganz anderes Bild präsentiert sich, sobald man die Türschwelle des unter kommunalen Denkmalschutz stehenden Gebäudes betreten hat.

«Prunkstück» im Erdgeschoss

Das ehemalige Arbeitsschulhaus habe die VitaFutura bei ihrer Gründung quasi als «Aussteuer» von der Gemeinde erhalten. Rund eine Million Franken hat sich die gemeinnützige Aktiengesellschaft den Umbau kosten lassen. Viele der Investitionen sehe man nicht auf Anhieb, weil diese zum Beispiel in der Form von Leitungen versteckt hinter den Mauern verliefen, erklärt der Hausherr auf einem Rundgang. Gleich im Erdgeschoss, auf der Seite der Zentralstrasse, öffnet er die Tür zum sogenannten «Prunkstück». Aus einem ehemaligen Schulzimmer ist ein interner Seminarraum für Schulungen und Veranstaltungen entstanden. Der Raum besticht durch seine unerwartete Grösse. Das zweite Schulzimmer im Erdgeschoss, auf der Seite des Mehrzweckgebäudes, steht neu den Lernenden zur Verfügung, für Hausaufgaben, Branchenkunde und weitere gemeinsame Aktivitäten. 14 Männer und Frauen absolvieren derzeit bei VitaFutura ihre Lehre. Laut Toggenburger will man künftig noch mehr jungen Leuten eine Berufsausbildung anbieten.

Auf Partnersuche

Wo man auch hinschaut, an Platz scheint es am neuen Standort nicht zu mangeln. «Es war unser Ziel, von Anfang an gross zu dimensionieren, um Wachstum bei der Spitex zu ermöglichen.» Toggenburger nennt einerseits das natürliche Wachstum, da die Menschen im Alter tendenziell immer länger zu Hause bleiben. Andererseits spricht er auch von einem Wachstum, das die VitaFutura durch Zusammenschlüsse mit weiteren Organisationen erreichen will. Die Aussichten dafür stehen gut. Mit ein Grund sei der behördlich stark reglementierte Markt: «Viele kleinere Spitex-Organisationen bekunden immer mehr Mühe, diese Anforderungen zu erfüllen.» VitaFutura wolle noch in diesem Jahr die Fühler ausstrecken und mit zwei, drei möglichen Partnern das Gespräch suchen.

Über den vielen Platz freut sich auch Eva Gabathuler, seit bald zwei Jahren Leiterin der Spitex. Mit ihrem 25-köpfigen Team hat sie sich im ersten Stock eingerichtet. Dort gibt es nebst Einzel- und einem Grossraumbüro, einen Aufenthaltsraum mit Küche für das Personal, einen Raum für die Einsatzplanung, ein Materialzimmer mit Medikamentenschrank sowie je ein Sitzungszimmer für den Verwaltungsrat und eines zur allgemeinen Benützung. Tagtäglich seien bis zu 16 Mitarbeitende zwischen 7 Uhr morgens und 22 Uhr abends im Einsatz, um die rund 150 Kundinnen und Kunden zu betreuen. Gemäss Gabathuler sei die Anzahl der Fälle über die letzten Jahre mehr oder weniger konstant geblieben. Was hingegen zugenommen habe, sei die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden. Rund 80 Prozent der Einsätze beträfen pflegerische-medizinische Leistungen, der Rest entfalle auf Hauswirtschafts-Dienstleistungen, wie zum Beispiel Wohnungsputz oder Kleiderwaschen. Die Wäsche der Spitex-Kundschaft wird in der Lingerie der VitaFutura gewaschen. Die Spitex-Mitarbeitenden holen und bringen die Wäsche bei den Klientinnen und Klienten. Diese steht beim Rundgang im Keller des Arbeitsschulhauses bereit für den Transport. Dort endet der Rundgang auch, bei der Garderoben der Mitarbeitenden. Auch hier hat das Unternehmen mit der grossen Kelle angerichtet: 40 Effektenschränke stehen aufgereiht aneinander. Dazu Toggenburger: «Für ein künftiges Wachstum in personeller Hinsicht sind wir schon heute bereit.»

Temporäre Parkplätze beim «Wallberg»

Der neue Spitex-Stützpunkt markiert die erste Bauetappe im Investitionsprogramm der VitaFutura AG. Ende Juni dieses Jahres wird der Rückbau des angrenzenden Mehrzweckgebäudes in Angriff genommen. Bis Ende 2022 soll dann auf der frei werdenden Fläche das neue Pflegezentrum entstehen. Die Büros der Administration – unter anderem auch jenes von Olaf Toggenburger – ziehen in den nächsten Wochen in das alte Spitex-Gebäude um. In einer letzten Etappe wird ab 2023 der heutige Haupttrakt zu einem Domizil mit Alterswohnungen umgebaut. «Wir sind gut auf Kurs», bestätigt Toggenburger, der zudem als Präsident der Baukommission amtet. Der neue Spitex-Stützpunkt sei insofern geografisch günstig gelegen, als dass es von der zu erwartenden Grossbaustelle auf der Areal nur am Rande tangiert werde. Die Zu- und Wegfahrt für die Mitarbeitenden werde zu jeder Zeit uneingeschränkt gewährleistet sein. Auch an genügend Fahrzeugabstellplätzen für Personal und Besucher wird es laut dem Baukommissionenpräsidenten während der Bauphase nicht fehlen. «Dank dem grosszügigen Entgegenkommen der Pächterin, dürfen wir einen Teil der Parkplätze beim Parkhotel Wallberg benützen.»

Weitere Informationen findet man auch im Internet unter: www.vitafutura.ch

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Kommentare (1)

  • w.klee@2wire.ch
    vor 1 Woche
    Abzocke durch Vita Futura - ein Opfer wehrt sich!

    Offenbar dient das ehemalige Arbeitsschulhaus an der Zentralstrasse bzw. dessen Parkplätze in erster Linie dazu, unvorhergesehene fragwürdige Einnahmen zu generieren, indem Steuer-zahlende Volketswiler Einwohner (und Miteigentümer der Vita Futura!) mit an Nötigung grenzenden Schikanen durch Parkbussen, ausgestellt von einem offenbar zu wenig ausgelasteten Mitarbeiter namens Stadler (Namen geändert) zu belästigen.

    Ich werde meinen Aufwand, nötig geworden durch diese Schikaniererei, anhand eines normalen Ingenieur-Ansatz von CH 240.-/h der Vita Futura in Rechnung stellen - der Betrag von CHF 120.- ( 1/2 h ) kann dann mit der Forderung der Vita Futura gegenverrechnet werden.

    Herr Stadler hat möglicherweise aufgrund eines Pflichtenheft so handeln müssen - das abzuklären liegt in der Kompetenz der Geschäftsleitung der Vita Futura, die für diesen Auftriit gegenüber einem Mitinhaber der Vita Futura aber in jedem Fall die Verantwortung trägt.

    Ich behalte mir deshalb weitere Schritte gegen die Leitung der Vita Futura ausdrücklich vor, und ich werde auch die Leitung des Gemeinschaftszentrum Au und die ebenfalls betroffene SVP (Event-Veranstalter in der Au) über diesen Vorfall in Kenntnis setzen.

    Werner Klee , Kindhausen